Das Bild charakterisiert das Onsernonetal bestens. Der Fluss Isorno hat sich tief eingekerbt und weit oben an den steilen Flanken kleben typische Tessiner Dörfer. Sie sind umgeben von einer wilden, rauen Landschaft mit steilen Schluchten und Wasserfällen.
Heute habe ich intensiv Treppen steigen geübt. Liebe Nachbarn schmücken immer ihren Wohnungs-Eingang saisongerecht. Klar, trägt heutzutage auch die Osterhäsin eine Maske.
Das Onsernonetal ist das Tal, das der Fluss Isorno geprägt hat. Er hat sich tief in das Tal eingekerbt und fliesst von den Dörfern und Verkehrswegen praktisch nicht sichtbar und hörbar tief unten. Wer dem Tal entlang hoch geht, kommt an einer Kette von pittoresken Tessiner Dörfern mit alten Häusern vorbei, die an den steilen Hängen kleben.
Bei der kurzen Etappe von Palagnedra nach Camedo entdecken Mady und ich in einer Tiertränke eine Kröte, die einen Feuersalamander attackiert. Die Tiere sind nach dem Kampf erschöpft und Mady bringt den offensichtlich stark entkräfteten Feuersalamander mit einem kleinen Stecken in Sicherheit.
Die Quelle der Sissle ist nicht spektakulär, eine Waldquelle mit verschiedenen, kleinen Quellbächen. Etwas unterhalb der Quelle liegt ein kleines Feuchtgebiet mit einem Weiher. Dort nimmt der Bach Sissle etwas Statur an.
Bei meiner Wanderung entlang der Sissle erblicke ich am Flussufer bei Bözen Weidenkätzchen. Sie gelten als Frühlingsboten. Links hinter dem Gehölz fliesst der Verkehr auf der Autobahn. Schön, dass die Natur auch bei der menschlichen Infrastruktur hervorbricht.
Auf meiner Etappe von Erstfeld bis Meitschligen begegne ich diesem Zürcher Pilger mit zwei Eseln. Er wollte nach Rom pilgern, wurde aber in der Lombardei wegen Corona wieder nach Hause geschickt.
Weil zwischen Amsteg und Meitschligen ein riesiger Lawinenkegel den gut ausgebauten Wanderweg versperrt hat, habe ich auf diesem Abschnitt die verkehrsarme Landstrasse benutzt.
Rechtzeitig zum Jahrestag 50 Jahre Frauenstimmrecht am 7. Februar 2021 hat die Gemeinde Erstfeld den Emilie-Lieberherr-Weg eingeführt. Sie hat in vorderster Reihe für das Frauenstimmrecht gekämpft. Dieses Wegschild ist das Ziel meiner Reussetappe vom 6. Februar 2021 gewesen.
Unterhalb dem Wegschild ehrt Erstfeld seine berühmte Tochter mit einer Gedenktafel. Die Tafeln stehen bei der Reussbrücke von Erstfeld, etwa fünf Minuten vom Bahnhof entfernt. Der Uferweg mit dem Namen Emilie Lieberherr erstreckt sich entlang der Reuss und zweigt oberhalb von Erstfeld über eine Brücke oberhalb der Eisenbahnlinie zur Gotthardstrasse ab. Das passt zur Eisenbahnertochter Emilie Lieberherr.